Zinslieferung in Karpitzko im Jahr 1741. Teil I.

Mai 26, 2016

Im Jahr 1741 lieferten die Hauländer von Karpitzko ihren Zins in folgender Reihenfolge ab. Im Anschluß werden die Einwohner mit den jeweiligen Grundstücksgrößen genannt – inklusive der Zinslieferung.

Die Liste der Einwohner von Karpitzko mit ihren Zinslieferungen ist in der Wollstein-Liste einsehbar.

Kriegsbeginn in und um Rakwitz

Mai 22, 2016

Als im September 1939 der Krieg ausbrach, erreichten die lange anhaltenden Spannungen zwischen den Deutschen und den Polen ihren Höhepunkt. In der Konsequenz wurden zahlreiche Deutsche aus Tarnowo, Rakwitz, Faustinberg, Guschin und Rattay von den Polen interniert und ermordet.

Eine Liste der Opfer (Auswahl) mit näherer Beschreibung steht in der Wollstein-Liste zum Download bereit.

Feuer in Karpitzko

Mai 17, 2016

„Wichtig waren besonders im Dorf Karpitzko die letzten 26 Jahre. Zuvörderst war es einmal in großer Gefahr durchs Feuer zerstört zu werden. Zuerst brach 1793 in der Ernte in einer Scheune, in welche soeben Erbsen eingefahren waren, Feuer aus, welches, da alle auf dem Felde waren, bei großer Dürre schnell um sich griff und sechs Wirtschaften verzehrte. Es brannten ab:

Johann Gottlob Bansen
Johann George Kernchen
Gottfried Jänsch
Martin Jänsch
Johann George Wilhelm
Christoph Siebler

In diesem sehr unglücklichen Feuer kamen, es war gleich nachmittags, zwei betagte Frauen und sechs Kinder um. Im folgenden Jahre verzehrte eine zweite Feuerbrunst, die Wirtschaften des Christoph Bansen, des Johann Gottlieb Adam und des Krügers Gottfried Psille (Psylle). Auch die Häuser des Gottlieb Obst und des Christian Krause brannten nieder. Gottfried Jänsch hatte kaum aufgebaut, so brannte er auch wieder gänzlich ab, ebenso erging es dem Johann George Wilhelm, dessen wiederhergestellte Wirtschafts- und Wohngebäude am 04. November 1805 eingeäschert wurden.

Gott wende doch von den gegenwärtigen und künftigen Einwohnern ein solches Unglück in Gnaden ab und jeder sey selbst in aller Art vorsichtig, daß er nicht sich und andere unglücklich mache.“

Pastor Christian Gotthold Gerlach zu Wollstein, 20. May 1818

gerlach

Mitgliedschaft in der Wollstein-Liste – Anleitung.

Mai 1, 2016

Auf besonderen Wunsch erläutere ich nachfolgend den einfachsten Weg, um sich in oben genannter Mailingliste anzumelden.

1. eMail schreiben an folgende: eMail-Adresse.

2. Als Reaktion auf diese Mail erhält man eine Bestätigungs-Mail, auf die geantwortet werden muß. Antworten Sie bitte mit der Antwortfunktion Ihres eMail-Programms auf diese eMail. Die korrekte eMail-Adresse wird automatisch eingegeben.

3. Der Moderator der Liste wird das neue Mitglied früher oder später freischalten.

Ich habe den Versuch gestartet und der Anmeldeprozeß war innerhalb einer Minute vollzogen.

Neue Liste: Ahnenforschung in und um Wollstein

April 28, 2016

Die Provinz Posen war groß und das Interesse der Familienforscher, Genealogen und Nachfahren ist bis heute immens und auch die Möglichkeiten für einen Austausch diesbezüglich sind zahlreich im Internet vertreten. Jede Gegend hat ihre eigenen Experten, welche sich mit Engagement darauf konzentrieren. Für das Gebiet in und um Wollstein, sowie Rothenburg an der Obra, Rakwitz und Borui – mit den entsprechenden umliegenden Orten wie Hauländereien wurde nun eine gesonderte Yahoo-Liste gegründet: Ahnenforschung in und um Wollstein.

Das Abonnieren der Liste erfolgt unter dieser eMail-Adresse.

Meldungen aus der Provinz Posen. 1887, 1890, 1896 und 1899

April 24, 2016

Abgebrannt sind in Konkolewo das Anwesen des Eigenthümers Ortlieb und in Borui-Dorf 17 Gehöfte.

Quelle: Hermanner Volksblatt. 1887.

Die Schützengilde in Grätz feierte das Fest ihres 20jährigen Bestehens. Beim Festschießen wurde der Ehrenpreis, eine silberne Medaille mit dem Bildnis des Kaisers und der Kaiserin, dem Schützenwirth Seidel zu Theil.

Quelle: Scranton Wochenblatt. 1890.

Bomst. Landbriefträger Heinrich Neumann verübte Selbstmord, indem er sich mit einer Schere den Hals durchstach.

Der Eigenthümer Wilhelm Fechner in Neu Tepperbuden stürzte infolge Scheuwerdens der Pferde so unglücklich vom Wagen, daß er Tags darauf starb.

Bromberg. Nachts entstand im Laden des Kaufmanns Knuth am Elisabethmarkt Feuer; der ganze Laden und der Nebenraum brannten aus. Unter dem Verdacht der Brandstiftung wurde der Arbeiter Richard Schetz von hier verhaftet.

Quelle: Scranton Wochenblatt. 1896.

Borui. Der 50jährige Knecht Johann Ziethier gerieth beim Dreschen mit seinen Kleidern in das Werk der Dreschmaschine; er wurde mit solcher Wucht auf die Tenne geschleudert, daß er auf der Stelle tot war. Ziethier hinterläßt eine Witwe und fünf zum Theil erwachsene Kinder.

Quelle: Scranton Wochenblatt. 1899.

Nachfahren von Neudeck-Giebel und Pehmöller-Neudeck in Hamburg gesucht

April 15, 2016

Im Jahr 1919 heiratete in Hamburg-Bergedorf Marie Clara Neudeck, geb. 1891, den in Hamburg geborenen Heinrich Hermann Wilhelm Giebel, 1890-1961. Bisher sind mir zwei Söhne bekannt, die 1921 und 1923 geboren wurden und jeweils 1954 heirateten.

Weiterhin heiratete Marie Magdalene Dorothea Pehmöller, 1876-1950 im Jahr 1903 Paul Franz Neudeck, geb. 1879. Sie lebten später ebenfalls in Hamburg-Bergedorf.

Gesucht werden in diesem Kontext jedwede Hintergründe zu den genannten Personen; von etwaigen Nachfahren über ihren Lebensweg und persönlichen Verhältnissen und mehr. Jeder noch so kleine Hinweis ist von Relevanz.

Meldungen aus der Provinz Posen. 1894, 1895 und 1902

April 4, 2016

Ein gewaltiges Unwetter hat den Westen der Provinz Posen heimgesucht. Besonders hart wurden die Kreise Bomst und Meseritz betroffen. Im Dorfe Nandel äscherten Blitzschläge zwei Bauernhöfe ein. In Panwitz warf der Wirbelwind vollbeladene Erntewagen um, wobei ein Knecht erschlagen wurde.

Bromberg. Bei einem Brande in Labischin ist eine Frau mit ihren drei Kindern, letztere im Alter von 18, 16 und 14 Jahren, umgekommen.

Quelle: Scranton Wochenblatt. 1894.

Posen. Aus dem Militärgefängnis der hiesigen Hauptwache brachen zwei Gefangene aus, indem sie zuerst auf das Dach und von dort aus am Blitzableiter herab ins Freie gelangten. Ihr Fehlen wurde bald bemerkt und das Infanterie-Regiment Nr. 129 mit ihrer Verfolgung beauftragt. Unter Führung eines Unteroffizieres durchstreiften ein Trupp von etwa 20 Mann die Umgegend der Stadt, auch der Bahnhof war militärisch besetzt. Als das 34. Regiment gleichzeitig ausschwärmte, gelang es, die beiden Flüchtigen in dem Königlichen Forst bei Mühlthal zu ergreifen.

Meseritz. Vor dem hiesigen Schwurgericht sollte gegen den Eigenthümer Kreuzmann aus Schwenten (Kreis Bomst) wegen Ermordung seiner Ausgedingerin verhandelt werden. Der Gefangenen-Aufseher fand ihn an seinem Hosenträger erhängt vor.

Quelle: Der Fortschritt. 1895.

Neutomischel. Zum Kreisarzt für den Kreis Bomst an Stelle des nach Kattowitz berufenen Dr. Schroeder ist Dr. Bruckmann von hier ernannt worden.

Quelle: Scranton Wochenblatt. 1902.

Heiraten 1866, Landsberg-Froehde, Lubig-Deckert

März 25, 2016

Am 10.05.1866 wurden in hiesiger evangelischen Kirche getraut: Witwer Joseph Franz Landsberg (geb. 31.03.1816 (katholisch)) Rentier in Dorf Boruy, Sohn des verstorbenen Herrn Johann Landsberg, Rektor an der Stadtschule zu Schoeneck in Westpreußen mit der Witwe Susanne Juliane Hoffmann, geborene Froehde (geb. 21.03.1828), Eigentümerin zu Dorf Boruy, Tochter des verstorbenen Christoph Froehde, Eigentümer zu Alt Jastrzemskie und Witwe des verstorbenen Johann Gottfried Hoffmann, Eigentümer und Tischlermeister zu Dorf Boruy.

Am 22.05.1866 wurden in hiesiger evangelischen Kirche getraut: Der Witwer und Maurergeselle Ernst Heinrich Lubig (geb. 13.03.1837) zu Kirchplatz Boruy, Sohn des Johann Christoph Lubig, Mühlenbesitzer in Ober Bielau, Kreis Goerlitz in Schesien und seiner Ehefrau Juliane Beate Gilger, gegenwärtig verehelichte Preuß zu Ober Bilau mit Johanne Louise Emilie Deckert (geb. 05.06.1840) zu Kirchplatz Boruy, Tochter des Einwohners Samuel Deckert und seiner Ehefrau Juliane Müller zu Kirchplatz Boruy.

Meldungen aus der Provinz Posen, 1904-1906.

März 13, 2016

November 1904.

Wollstein. Der gräfliche Gutspächter Szulczewski in Klein Groitzig wurde von seinen Knechten mit einer Wagenrunge erschlagen, weil er einen Knecht geohrfeigt, der seinen Dienst auf das Gröblichste verletzt hatte.

Dezember 1904.

Janowitz. Die Firma Franke in Bremen beabsichtigt, hier eine Gasanstalt auf eigene Kosten zu erbauen und den Betrieb auf eigene Rechnung zu führen. Die Stadtverordneten lehnten im Frühjahre 1904 den Bau einer Gasanstalt auf Stadtkosten ab.

Januar 1905.

Posen. Dr. v. Rakowsky, früherer Redakteur hat nach Verbüßung seiner dreijährigen Gefängnishaft in Wronke die Freiheit wiedererlangt. Rakowsky wurde nach der russischen Grenze abgeschoben.

März 1905.

Birnbaum. Aus Habsucht erdrosselten in Groß-Lenschitz der 44jährige Häusler Andreas Joswiak, sein 18jähriger Sohn Martin, sowie des erstgenannten 50jährige Ehefrau, während die 15jährige Tochter draußen aufpaßte, ihren 79 Jahre alten Ausgedinger Namens Volkmann. Die Mörder wurden verhaftet.

Mai 1905.

Unruhstadt. Als der Ermordung des Greiser´schen Ehepaares auf dem Vorwerke Wiebelshof verdächtig ist jetzt ein Sohn des Ehepaares verhaftet worden. Die unter dem Verdachte des Mordes anfänglich verhafteten acht Zigeuner hatten ihre Unschuld nachweisen können und waren aus der Haft entlassen worden.

Juni 1905.

Posen. Der Großkaufmann Theodor Friedeberg ist mit Hinterlassenschaften von 500.000 Mark Wechselverbindlichkeiten flüchtig geworden.

Juli 1905.

Bromberg. Direktor Schmidt vom Lehrerseminar in Bromberg wurde wegen Unterschlagung verhaftet.

August 1905.

Janowitz. Die Ortsarme Wenzel in Schulejowo ist 100 Jahre alt geworden. Sie wohnt im dortigen Gemeindehause in dürftigen Verhältnissen, ist geistig normal, körperlich jedoch nicht mehr rüstig.

Mai 1906.

Tremessen. Die Gattin des Kaufmanns Bartz aus Dresden hat sich hier in einem zu dem ehemaligen Gute ihres Vaters gehörigen See ertränkt. Vor der That hatte sie die Gräber ihrer Eltern geschmückt.

Quelle: Der Deutsche Correspondent.

Meldungen aus der Provinz Posen, 1908

Februar 29, 2016

Lissa. Der Gendarm Buchel sprang auf einem schon in Bewegung befindlichen Zug, rutschte aus und gerieth zwischen zwei Wagen. Sein Körper wurde glatt in der Mitte durchgeschnitten.

Posen. In Roggenau stieß beim Pflügen ein Ansiedler auf einen Lederbeutel mit 3000 alten Silbermünzen, meist polnischen; die kleineren haben die Jahreszahlen 1584 und 1594. Die interessantesten sind die beiden größten (etwa in der Größe von Fünfmarkstücken); das eine davon trägt das Bild Maximilians I. mit der Jahreszahl 1517, während das andere ein Christusbild aufweist.

Posen. Wegen Soldatenmißhandlungen in 229 Fällen wurde der Unteroffizier der Reserve Fischer vom Oberkriegsgericht zu zwei Monaten Gefängnis und Degradation verurtheilt.

Krotoschin. Das Gehöft des Wirthes Krause wurde durch Feuer vollständig eingeäschert. Der Kutscher verbrannte im Stall mit den Pferden.

Quelle: Der Deutsche Correspondent im Jahr 1908

Heirat Lambrecht-Hellwig, 1798, Boruy

Februar 10, 2016

Am 12.12.1798 wurde getraut der Junggeselle Johann Heinrich Tobias Lambrecht, Einlieger und Schneider in Albertoske, gebürtig aus Banzendorff bei Ruppin, jüngster Sohn des Ernst Friedrich Lambrechts, Organist daselbst mit der Witwe Johanne Juliane Klose, geborene Hellwig, des verstorbenen Gottfried Kloses, Einlieger und Fleischhauer in Hammer-Boruy hinterlaßene Witwe. Der Bräutigam alt 32 Jahre, die Braut 28.

Lambrecht

15 Tage Arrest

Februar 2, 2016

Karl Heinrich B. erhielt im ersten Weltkrieg die Strafe von fünf Tagen Arrest, weil er in leichtsinniger Weise mit einer unbekannten Frauenperson verkehrt und sich bei derselben angesteckt hat.

Bei dieser einen Strafe sollte es nicht bleiben. B. erhielt 10 Tage Arrest, weil er sich bereits im Wiederholungsfalle durch selbst verschuldete Krankheit dem Dienst entzogen und hartnäckig falsche Angaben gemacht hat.

Strafe

Nun, eine interessante Randnotiz in dem großen, lustigen Krieg. Ich frage mich, was besser ist – krank im Arrest zu liegen oder sich in zutiefst sinnloser Weise abschlachten zu lassen.

Fünfzigjähriges Amtsjubiläum für Immanuel Gotthilf Jungnick im Jahr 1896

Januar 10, 2016

Rakwitz. „Der emeritierte Lehrer Imanuel Jungnik feierte hier sein fünfzigjähriges Amtsjubiläum. Dem Jubilar wurde bei der im hiesigen Schützenhause veranstalteten Feier von dem Kreisschulinspector Pastor Flatau, Jablone der Adler der Inhaber des Hohenzollernschen Hausordens überreicht.“

jungnick

Quelle: Scranton Wochenblatt im Jahr 1896

Seine zu dem Zeitpunkt längst verstorbene Ehefrau durfte dieses besondere Jubiläum leider nicht mehr erleben. Immanuel Gotthilf Jungnick war der Sohn von dem Bürger und Tuchmachermeister Christian Benjamin Jungnick und Johanne Eleonore Donke. Eine seiner Schwestern heiratete in meine Familie ein.

Jagdunglück, 1902, Jaromierz & Münzenfund, 1914, Chwalim

Januar 8, 2016

„Der Wirth Jeske zu Jaromierz schickte seinen 15jährigen Dienstjungen auf´s Feld mit dem Auftrage, von den an einem Teiche stehenden Korbweiden etliche zu holen. Der Knabe war seitdem verschwunden. Jetzt hat der Jagdinhaber Lange das Geständnis abgelegt, daß er den im Schilfe sich bewegenden Jungen für ein Stück Wild gehalten und erschossen habe. Um die That zu verbergen, hat Lange die Leiche in den Teich geworfen, später aber im Walde vergraben.“

Quelle: Scranton Wochenblatt im Jahr 1902

„Einen Münzenfund machte der Landwirt Kliem in Chwalim beim Abbrechen eines alten Badofens. Er fand dabei einen Topf mit 11 Silbermünzen, die aus der Mitte des 18. Jahrhunderts stammen.”

Quelle: Scranton Wochenblatt im Jahr 1914

Brandstiftung, 1888, Kreis Meseritz & Knabenrettung, 1897, Wollstein

Januar 5, 2016

„In dem Dorf Hochwalde im Kreis Meseritz brach in einem Stalle des Wirths Johann Päch Feuer aus, welches in kurzer Zeit 11 Wirtschaften mit 21 Gebäuden einäscherte. Als Brandstifterin ist ein 12jähriges Hütemädchen ermittelt, welches den Stall anzündete, damit das Vieh verbrenne und sie es nicht mehr zu hüten brauche.“

Quelle: Hermanner Volksblatt im Jahr 1888

„Der Tagearbeitersohn Reinhold Neumann aus Karpitzko rettete zwei Knaben auf dem Wollsteiner See vom Tode des Ertrinkens. Später wurde er mit 20 Mark belohnt und der öffentlichen Bekanntmachung.“

Quelle: Der fortschritt im Jahr 1897

Alltagsgeschehen aus der Heimat fern der Heimat

Januar 4, 2016

Der nachfolgende Link führt zu digitalisierten Zeitungen in den USA, welche online einsehbar sind – in einem Zeitraum von 1836 bis 1922. Mehrere deutsche Zeitungen führten eine Rubrik, in der Meldungen aus der Heimat erschienen, beispielsweise aus den Provinzen Posen, Westpreußen, Pommern, Thüringen und andere.

Primär werden alltägliche Geschichten thematisiert, als da wären Unglücke, Inbetriebnahmen von Eisenbahnteilstrecken, Morde oder auch Silberne und Goldene Hochzeitsjubiläen. Ein mit mir verwandtes Ehepaar feierte 1886 das bedeutende Jubiläum der „Goldenen Hochzeit“, welches tatsächlich in einer Zeitung in den USA publiziert wurde. Soll heißen, eine Prüfung dieser Bestände ist durchaus empfehlenswert, da die „schnöden Forscherdaten“ mit „Leben“ ergänzt werden können.

Wollsteiner Brände

Oktober 16, 2015

Der große Brand in Wollstein im Jahr 1810 fand hier bereits Eingang, gleichwohl handelte es sich mitnichten um eine einzigartige Begebenheit. Schwere Brände gab es jeher. Besonders herausragend war die Feuerbrunst vom 27.08.1727, welche in der Nacht zwischen 23 und 0 Uhr in Wollstein ausbrach und entsprechend tobte. Durch die Unvorsichtigkeit eines katholischen Bürgers – welcher sich dem Branntwein brennen hingab – entwickelte sich ein alles verzehrendes Feuer. Der beste Teil der Stadt: der Markt, die Gasse nach der katholischen Kirche und die Entengasse wurden von den Flammen vernichtet. Die wohlhabenden Bürger verloren ihr Hab und Gut.

Unter ihnen war Kantor Johann Heinrich Specht, der nur sechs Stunden zuvor den Tod seiner Ehefrau zu beklagen hatte. Seine dahin geschiedene Gemahlin mußte in der Glut mitverbrennen – auch verlor er sein ganzes, schönes Vermögen. Dieser Brand war nicht viel anders, als jene, die in der Vergangenheit ungestüm wüteten; in den Jahren: 1548, 1611, 1634, 1668 und 1696. Wie immer traf es die oben erwähnten Stadtteile und wie immer – traf es nie die katholische Kirche, nie – bis auf vereinzelte Ausnahmen den weißen Berg und nie die evangelische Kirchengasse. Für die armen Abgebrannten wurden Spenden gesammelt; sie erhielten bedeutende Geschenke aus vielen Städten. Dennoch regierte bei einzelnen Empfängern der Neid und der Pfarrer – Pastor von Geißler erntete nur Undank.

1728_Tod_Schiller

Das kommende Jahr sollte nicht viel besser werden. Zu Beginn des Jahres 1728 griff eine ansteckende Krankheit um sich und auch häufigere Diebereien erzeugten eine allgemeine Furcht. Zudem zerstörten eine hohe Anzahl von Raupen und Heuschrecken die Garten- und Feldfrüchte und sorgten für eine schwere Bedrückung. Weiterhin wirkten gewaltige Gewitter und ein fürchterlicher Orkan tobte im Juli 1728 und vernichtete an einem Mittwoch gar den Turm der Stadt Rawitsch. Die Menschen hatten es noch nie leicht – eine Regel, die zu allen Zeiten ihr Recht einfordert.

Quelle: Heinrich Gerlach: „Chronik der evangelisch-lutherischen Kirche und Gemeinde zu Wollstein von 1602 bis 1839“.

Emilie Amanda Molzahn

Oktober 4, 2015

Am 29.02.1892 heiratete in Berlin die Schneiderin Emilie Amanda Molzahn (Malzahn). Sie wurde im Mai 1869 in Labenz, im Kreis Briesen in Westpreußen geboren. Sie heiratete den Klempner Hermann Paul Heinrich Pürschel (1863-1912), von dem sie sich im Jahr 1905 scheiden ließ. Bisher sind zwei Kinder aus dieser Verbindung bekannt; möglicherweise lebte ihr Sohn Reinhold Friedrich Pürschel bis 1959.

Sie schloß ihre zweite Ehe in Berlin am 15.11.1915 mit Johann Friedrich Plönzke, geb. 1880 und zu jener Zeit Unteroffizier im Landwehr-Infanterie-Regiment Nr. 4, in der 15. Kompanie.

Gesucht werden in diesem Kontext jedwede Hintergründe zu Emilie Amanda Molzahn; von etwaigen Nachfahren über ihren Lebensweg und persönlichen Verhältnissen und mehr. Jeder noch so kleine Hinweis ist von Relevanz.

Molzahn

Aktualisierung

September 7, 2015

Der Unterpunkt Suchanzeigen wurde mit weiteren Anfragen ergänzt.

Dies gilt auch für die Namensliste, welche mit zahlreichen Namen ergänzt wurde. Man nehme explizit jenen Artikel zur Kenntnis.


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