Zwei Buchstaben zu wenig

Wenige Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges verstarb in Niedersachsen eine Frau mit nur 37 Jahren. Als Geburtsort wurde in dem Kirchenbuch festgehalten: „Glon“. Wer diesen Ort sucht, begibt sich vermutlich gen Bayern und damit auf einen Irrweg; denn jene Dame wurde mitnichten in Bayern geboren. Ich bin geneigt anzunehmen, die Person, die den Tod meldete, verschluckte zwei Buchstaben oder aber, der Pfarrer verhörte sich und sorgte in der Konsequenz für den inkorrekten Eintrag.

Ich bin nur durch Zufall auf die Dame gestoßen – ich habe sie nie explizit gesucht – ihr Geburtsdatum ist indessen korrekt aufgenommen worden und meiner Datenbank kann ich entnehmen, daß sie in Gloden geboren wurde, im Kreis Bomst in der Provinz Posen. So führen zwei Buchstaben zu wenig nicht nach Posen, sondern nach Bayern. Und wie immer gilt, man sollte den Eintragungen in den Kirchenbüchern und Standesamtseinträgen nie wirklich trauen.

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