Winterfreuden

Der endlich eingetretene Winter hat unseren Arbeitslosen eine vorübergehende Beschäftigung gebracht. Die Eisernte gab weit über hundert Männern einen Erwerb, der allerdings nicht von langer Dauer war, und nun liegt die Stadt einen Viertelmeter tief im Schnee vergraben, und überall sind alle vorhandenen Kräfte am Werke, Stege und Straßen gangbar zu erhalten.

Zu hohen weißen Hügeln wird der so flockige Schnee zusammengefegt und geschaufelt, und dann beginnt die Abfuhr nach dem Schuttabladestellen der Stadt. Auch die Rodelbahn, die große Freude der jungen und älteren Jugend, hat sich in Karpitzko selbsttätig eröffnet.

Der Mittwoch nachmittag brachte bereits den Auftakt der Rodelsaison, obwohl die Bahn wirklich noch nicht erstklassig war. Doch die Jugend kennt keine Mängel, wenn es gilt, ein Vergnügen durchzusetzen, und wenn auf der Mitte der Bahn noch gelber Sand durchblickte und wenn auch das Ende der Bahn im Schmelzwasser des Sees lag, das so manchen verunglückten Rodler einen nassen Anzug bescherte, so tat dies der allgemeinen Fröhlichkeit keinen Abbruch, es wurde gerodelt, denn der dauernd in dichten Flocken fallende Schnee veredelte die Bahn zusehends. Der Donnerstagmorgen brachte dann endlich eine herrliche makellose Bahn, und nur der eine Wunsch bleibt bestehen, daß das Thermometer einige Zeit unter Null bliebe.

(Schreibweise original)

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