Obacht! Mitnahme von Vieh durch abwandernde Optanten im Jahr 1925.

Das deutsche Generalkonsulat in Posen bittet uns, mitzuteilen, daß ein Merkblatt über die Mitnahme von Vieh durch Optanten erschienen ist, das in den nächsten Tagen bei den deutschen Konsulaten in Posen, Bromberg und Thorn zu haben sein wird und jedem Interessenten auf Wunsch zugeschickt werden kann.

Besonders wichtig ist, daß alles Vieh mit Ausnahme von Rindvieh durch Optanten nach Deutschland eingeführt werden kann und daß die veterinärpolizeiliche Untersuchung bei der Überschreitung der Grenze auf deutscher Seite stattfindet, so daß die hohen Kosten dafür, die von den hiesigen Veterinären erhoben werden, für die Optanten in Wegfall kommen. Die Genehmigung zur Vieheinfuhr wird für jeden Optanten einzeln durch das deutsche Generalkonsulat in Posen von dem Herrn Landwirtschaftsminister in Berlin eingeholt werden.

Es ist deshalb notwendig, daß jeder, der Vieh mitnehmen will, rechtzeitig einen kurzen schriftlichen Antrag an das deutsche Generalkonsulat richtet, in dem er folgendes angeben muß: Name und Vorname sowie Wohnort des Optanten, der Vieh mitnehmen will; Zielort in Deutschland; Art und Zahl des mitzunehmenden Viehs, Tag und Ort der Grenzüberschreitung, Angabe des Beförderungsmittels, mit dem das Vieh transportiert wird.

Die Mitnahme von Rindvieh ist wegen der in Polen herrschenden Lungenseuche verboten, da ein wirksamer Schutz gegen die Verschleppung der Seuche nicht besteht.

(Schreibweise original)

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