Von einer unglücklichen Heldin

Am Dienstag nachmittag (02.07.1935) ereignete sich in dem kleinen Dorfe Cierplewo ein furchtbares Unglück. Die beiden 5 und 8 alte Jahre alten Söhne des Landwirts Radtke badeten in dem in der Nähe liegenden See und gerieten plötzlich in eine tiefe Stelle. Sie riefen verzweifelt um Hilfe und versuchten sich über Wasser zu halten. Auf die Rufe hin eilte die 14jährige Schwester Pelagia an den See und sprang unverzüglich ins Wasser, um ihre Brüder zu retten.

Wahrscheinlich klammerten sich die Ertrinkenden so fest an die Retterin, daß sie auch diese in die Tiefe zogen. Man alarmierte sofort das ganze Dorf, und es gelang nach einiger Zeit, die drei Kinder zu bergen, jedoch blieben alle Wiederbelebungsversuche erfolglos. Die an den Unglücksort gerufene gerichtsärztliche Kommission aus Bromberg hat nach Feststellung der Todesursache die Leichen freigegeben. Die Anteilnahme an dem entsetzlichen Unglück, durch das das Ehepaar Radtke seine drei Kinder verloren hat, ist allgemein.

(Schreibweise original)

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