Grippe-Epidemie in Wollstein

Die Grippe-Epidemie gewinnt in Wollstein und Umgebung immer mehr an Boden. Die allgemeine Auffassung, daß die Grippe ein besserer Schnupfen sei, den man durch Ignorierung am besten heilt, ist der Verbreitung dieser nicht leicht zu nehmenden tückischen Krankheit leider sehr förderlich. Auch wir haben in der diesjährigen Grippe-Epidemie das erste Opfer zu beklagen. Am 14. Februar verstarb an Grippe die allgemein beliebte Lehrerin der katholischen Volksschule, Fräulein Pietryzanka.

Dieses Menetekel mag die Augen der Öffentlichkeit auf die Gefährlichkeit dieser Krankheit richten, um so mehr, als man schon wieder von einigen schweren Erkrankungen hört. Bei Kindern beachte man die ersten Vorzeichen der Krankheit, die sich in Rücken-, Kopf- und Halsschmerzen und erhöhter Temperatur äußern, und halte sie vom Schulbesuch zurück. Unzählig ist die Zahl der Hausmittel, die den Verlauf der Krankheit günstig beeinflussen können, doch ist es immer das Beste, den Arzt zu Rate zu ziehen, da das Krankheitsbild und der Verlauf der Krankheit individuell sehr verschieden ist, und es nur dem Arzt möglich ist, die entsprechenden Maßregeln zu treffen.

Februar 1933. (Schreibweise original)

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