Zu spät – 137 Jahre zu spät

Auf einem Gutsbesitz bei Wirsitz wurden auf den Böden Renovierungsarbeiten durchgeführt. Dabei fand man in einem Schornstein eine Blechschachtel eingemauert, welche ein vergilbtes Dokument enthielt, auf dem die Schrift schon sehr unleserlich ist. Jedenfalls konnte aber entziffert werden, daß dieses Dokument ein im Jahre 1801 verfaßtes Testament des damaligen Gutsbesitzers Ignacy Lawinski ist. Nach dem Willen desselben sollte dessen Tochter Helene den Gutsbesitz nach seinem Tode erben, während Lawinski seinen einzigen Sohn Stefan enterbte, da er sich gegen den Willen seines Vaters verheiratet hatte.

Als aber nach dem Tode kein Testament von dem Verstorbenen vorgefunden wurde, übernahm rechtsmäßig Stefan Lawinski das Erbe. Weil sich dessen Frau nicht mit der Helene Lawinska vertragen konnte, wanderte letztere nach Frankreich aus, wo sie zwei Kinder zurücklassend in Armut gestorben sein soll. Dieses seltsame Testament ist also 137 Jahre alt, und es ist darum zu spät, das Unrecht wieder gut zu machen.

Aus dem Jahr 1938. (Schreibweise original)

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