Eine böse Behauptung in Rakwitz

Vor eine sonderbare Aufgabe wurde ein Arzt zu Rakwitz, Provinz Posen, gestellt. Zu ihm kam aus dem benachbarten Podgradewitz eine Frau mit einem ganz in Tücher gewickelten, etwa drei Jahre alten Kinde. Als der Arzt die Tücher entfernte, sah er, daß der Kopf des Kindes in einem emaillirten Topfe steckte, dem in der Häuslichkeit gewöhnlich ein sehr discreter Platz angewiesen wird. Ein Spielgenosse des Kleinen hatte diesem das Gefäß so unglücklich über den Kopf gestülpt, daß weder der Vater noch die Mutter, noch auch die Nachbarn das Kind von seiner bösen „Behauptung“ befreien konnten, zumal der Kopf sehr bald anschwoll.

In der Noth suchte die Mutter des Kindes bei dem Arzt Hilfe. Diesem gelang es denn auch, nachdem er einen – Schlosser als Beistand herangezogen hatte, die gefährliche Kopfbedeckung zu entfernen und so das Kind vor schlimmeren Folgen des Spiels zu bewahren.

(Schreibweise original). So und nicht anders geschah es im Jahr 1900.

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