Volksschullehrer im Militärdienst

Die Centralkommission des deutschen Lehrervereins hat die Zahl der Volksschullehrer, die im Jahre 1903 in den deutschen Militärdienst eintraten, für das ganze Reich, mit Ausnahme einiger Landestheile, festgestellt. Es traten insgesammt 1757 Lehrer in die Armee ein; davon dienten 558 einjährig-freiwillig.

In Berlin und Koburg-Gotha dienten sämmtliche, in Braunschweig, Bayern und Schwarzburg-Rudolstadt nahezu alle, im Regierungsbezirk Wiesbaden und in Westfalen mehr als die Hälfte, in Hannover, Lübeck und Sachsen-Weimar nahezu die Hälfte der Lehrer einjährig-freiwillig.

In den östlichen Landestheilen, sowie in Würtemberg und in Oldenburg machte die Mehrheit der Lehrer von dem Recht des einjährig-freiwilligen Dienstes keinen Gebrauch, so in Westpreußen von 78 nur 4, in Mecklenburg von 32 nur 2, in Ostpreußen von 112 nur 18. in Posen 18 von 66 und in Schlesien 52 von 144. Indessen ist in den meisten Landestheilen die Zahl der einjährig-freiwillig dienenden Lehrer in der Zunahme begriffen.

Aus dem Jahr 1905.

(Schreibweise original)

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