Krieg bleibt Krieg und Krieg ist immer gleich

Nach acht Jahren erneut als Reminiszenz aus aktuellem Anlaß …

… ich selbst habe Dutzende Familienangehörige in den Verlustlisten gefunden und ja, ein zutiefst trauriges Bild aus der Vergangenheit wird damit lebendig. Vorfahren und Mitglieder aus der Familie, die an diesem unsäglichen Gemetzel teilnehmen mußten, bekommen ein temporär lebendiges Gepräge und lassen meine Gedanken in jene blutige Zeit reisen.

Von einer Familie aus einem Seitenzweig mußten gar drei!!! Söhne in den Krieg ziehen, doch offenkundig hatten sie Glück – alle drei wurden nur leicht verwundet und überlebten wahrscheinlich. Viele andere erfuhren nicht dieses Glück; ein Verwandter von mir (und viele mehr) wurde zuerst schwer verwundet, war sodann vermißt und verstarb schlußendlich. Wie viele Menschen teilten dieses Schicksal und gaben ihr Leben für – – – ja, wofür eigentlich? Wo lag der Sinn von diesen Abermillionen Toten? Nun, die Antwort ist höchst banal – es gab keinen Sinn. Kriege sind per se sinnlos. Wahrscheinlich wird nur ein eklatant tief in der Spezies Mensch verankerter Trieb ausgelebt, die Lust am Töten, Morden, Foltern und Vergewaltigen. Das gleiche alte Lied. Wieder und wieder. Seit Jahrtausenden.

Und wir edlen, hochmoralischen Menschen dieser Zeit, die wir die Ethik hochleben lassen und die heutige Zivilisation preisen, lernen noch immer nicht. Wir lernen einfach nicht. Wir investieren weiter in Waffentechnologie und bemühen uns von Herzen, noch perfidere Tötungsmethoden zu entwickeln. Ja, das treibt uns an. Nuklearwaffen und biologische Kampfmittel um halbe Welten zu vernichten – was sind wir eigentlich für degenerierte Wesen? Unsere Geschichte offenbart nur eine Ansammlung von Kriegen und unermeßlichem Leid. Und ja, ich gestehe es gerne hiermit ein, ich bin ein Unmensch, denn ich verstehe das nicht. Ich kann und werde diese kriegsgeile Rasse nie verstehen. Irrelevant, welche Gründe wir auch angeben, ob aus Geldgeilheit, Eroberungsgier, Religion oder weiß ich was.

Der Kreis der Gewalt schließt sich, wenn man ein Auge auf die militärischen Konflikte unserer Zeit wirft und auch hier gilt wieder – wir lernen es nicht. Krieg statt Frieden. Morden statt Lieben. Vernichtung statt Mitgefühl. So war es immer und so wird es immer sein. Achtung, oh du scheinbar friedliches Europa in deiner kurzsichtigen Arroganz und ignoranter Überheblichkeit; die führenden, verantwortlichen Narren in den Regierungen forcieren ohne Not einen Weg, der ganz schnell zu einem großen Krieg führen könnte – wie vor 100 Jahren. Ob bewußt oder unbewußt sei dahingestellt. Doch irrelevant, wie sich die kommenden Kriege mit ihren Massakern entwickeln werden, dieses Sterben ist und wird immer sinnlos bleiben.

Deutsche Soldaten in der Ukraine

Wir sollten alle Waffen vernichten – wozu benötigen wir Waffen? – und zur Abwechslung einmal versuchen, in Frieden zu leben. Ja, das Leben zu ehren und als immens wertvoll zu achten und nicht den Tod anbeten. Ist das denn so schwer? Doch nun bin ich der Narr, denn dieser naive Gedanke wird nie wahr werden; dafür fehlen unserer Spezies jegliche Ansätze von Intelligenz. Und so bleibt mir nur die liebliche Hoffnung auf eine friedliche Zukunft nach der Auslöschung der Menschheit, in der sich dieser wunderbare Planet von uns erholen kann, von den seltsamen Episoden unter dem Zeichen jener Spezies, die sich einst „Mensch“ – „Homo sapiens“ nannte und alles andere als einsichtsvoll war. Es mag dauern, aber manche evolutionäre Fehler korrigiert die Natur von allein. Dum spiro, spero.

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