Das eigene Militär als Feind

Der Büroangestellte Karl Wilhelm P. hauchte sein Leben in den letzten Apriltagen des Jahres 1945 aus – wenige Tage vor Ende des Krieges. Er starb nicht durch Fliegerangriffe oder durch Gefechte oder gar als Zufallsopfer oder Kollateralschaden – wie es so vielen Menschen in dieser Zeit erging. Nein, sein Schicksal war viel trauriger; in seinem Sterbeeintrag heißt es: „Von deutschem Militär erhängt“.

Dieser wahnsinnige Krieg einer gewaltgeilen und verrückten Spezies war faktisch vorbei, als Karl in einem Alter von 42 Jahren von Mitgliedern der eigenen Armee ermordet wurde. Von den „eigenen Leuten“. Ohne Worte.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: