Von einem Schulausflug. Akt III.

Am 16. Juni (1914) fand der Schulausflug statt. Untersekunda und Obertertia fuhren über Kolzig-Schlawa nach Glogau, wo zuerst ein Rundgang durch die Altstadt angetreten wurde. Im Rathause erregte neben anderem besonderes Interesse, das große Knötelsche Gemälde: Übergabe von Glogau an die Verbündeten im Jahre 1814. Nachdem man in der schönen schattigen „Plantage“, einem städtischen Wirtshaus mit Garten, das Mittagsmahl eingenommen hatte, wurde ein Abstecher nach der 3 Kilometer entfernten Gurkauer Höhe gemacht. Der Rückweg führte durch die reizvollen, südlich der Stadt auf dem ehemaligen Festungsgelände geschaffenen Anlagen. In einer Konditorei auf dem Markte wurde Kaffee getrunken, dann noch ein Blick auf die Oder und die Hafenanlagen geworfen, und dann die Rückfahrt angetreten.

Untertertia, Quarta und Quinta fuhren 7,30 Uhr nach Deutsch-Wartenberg. Von hier wanderten sie zu Fuß etwa eine Stunde nach dem Dorfe Bobernig. In dem Gasthofe zur Bergmühle fanden sie gute Unterkunft. Dieses ist auf luftiger Höhe gelegen, mit prächtiger Fernsicht bis nach Neusalz. Nach mancherlei Spielen begab man sich nach dem über dem Odertal gelegenen Schloßberge. Um 9 Uhr langten dann von Deutsch-Wartenberg aus alle Teilnehmer des Ausflugs in der Heimat an.

Das Ziel der Serta war Rakwitz. Auf der Hinfahrt wurde die Bahn bis Rothenburg benutzt, und von dort nach Rakwitz durch den Wald marschiert. Daran schloß sich die Besichtigung des Marktes und der beiden Kirchen. Im Fuchs´schen Garten füllten turnerische Übungen, Spiele und eine kleine Verlosung des Tag trefflich aus.

Aus dem Jahr 1914. (Schreibweise original).

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