Über die Familie Brandt aus Spatzenmühle, Kreis Jarotschin

Gerade Schlesien ist als Nachbarland mit dem Wartheland auf das engste verbunden. Für den Pioniergeist dieser fleißigen bäuerlichen Menschen, die schon vor mehr als zwei Jahrhunderten in den weiteren schicksalhaften Osten auswanderten, hat unser Wartheland zahllose Beispiele. 1843 – also genau vor 100 Jahren – wanderte der damalige Wassermüller und Bauer Karl Brandt aus Weißekehle (Niederschlesien), das unweit vom Kreise Rawitsch liegt, nach Spatzenmühle aus und siedelte sich dort an.

Die schöne ehrwürdige Wassermühle ist über 100 Jahre alt. Bis 1941 war sie noch in Betrieb. Leider mußte sie aus kriegsbedingten Gründen dann stillgelegt werden. Der Vater des heutigen Besitzers der Spatzenmühle, gleichfalls ein Karl Brandt, war 1843 neun Jahre alt, als die Familie aus Schlesien nach hier auswanderte. Es ist eigentümlich, daß schon in der dritten Generation sich auch der Vorname Karl beim Vater und Karoline bei der Mutter vererbt hat. Auch darauf sind die Brandts stolz.

Karl Brandt hatte acht Kinder, fünf Söhne und drei Töchter. Der älteste Sohn fiel im Weltkrieg 1914-18, ein zweiter blieb in diesem Freiheitskampf vor dem Feind. Mutter Brandt ist schon 16 Jahre tot. Heute führt dem alten Vater eine der Töchter die Wirtschaft. Der hochbetagte Mann kann in Kürze seinen 80. Geburtstag feiern.

Es ist der besondere Stolz der wartheländischen Bauern, den Familienbesitz traditionsgemäß zu erhalten und Kindern und Kindeskindern zu vererben.

Aus dem Jahr 1943. (Schreibweise original)

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