Meldungen aus Bahrendorf

1891. In Bahrendorf (Kreis Briesen, Westpreußen) erschlug der Stiefsohn des Besitzers D. seinen Stiefvater mit der Axt und verwundete seinen Stiefbruder durch Axthiebe ebenfalls auf das Schwerste. Jetzt hat sich herausgestellt, daß er die That im Wahnsinn begangen hat und mußte nunmehr seine Ueberführung in´s Irrenhaus erfolgen.

1896. Der Besitzer W. aus Bahrendorf fuhr neulich mit Frau und erwachsenen Kindern zum Ablaß nach Dembowalonka. Als sie Mittags heimkehrten, lag sein schönes Gehöft in Asche. Während seiner Abwesenheit hat jemand im Stalle Feuer angelegt. Nichts konnte gerettet werden. Das Vieh auf dem Felde ist alles, was er noch behielt. Da mehrere erwachsene Töchter im Hause waren, so war für diese bereits eine gute Aussteuer in Wäsche und Betten besorgt worden, auch sie ist verbrannt. Das baare Geld, wohl an 400 Mark, fand ein gleiches Schicksal.

1910. Der frühere Besitzer des Wittenberger Gasthauses Deuble hat auf der Chausseestrecke von Bahrendorf nach Briesen eine Banknotentasche mit 7 Tausendmarkscheinen, einen großen Theil des Erlöses für das Gasthaus, verloren.

(Schreibweise original)

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