Blattern auf der „Hertha“

England. London, 25. Jan. (1866). Vor Portsmouth liegt eine hamburgische Bark, die „Hertha“ vor Anker. Dieselbe war am 22. Oktober (1865) mit 300 Passagieren, deutschen Auswanderern, von Hamburg nach New-York ausgelaufen; heftige Stürme in der Nordsee aber verschlugen sie nach Leith, wo sie anlegen mußte, um einen Leck zu stopfen. Während des Aufenthaltes vor Leith brachen an Bord die Blattern aus; mehrere Kranke wurden zurückgelassen, als das Schiff wieder in See ging, und ein Arzt mitgenommen.

Mit vermehrter Heftigkeit trat die Krankheit von Neuem auf, als die „Hertha“ auf hoher See war, und ehe sie in Spithead anlangte, hatten schon 20 Todesfälle stattgefunden. Bei Spithead ankernd, wurde das Schiff bald nach seiner Ankunft am 15. d. M. (Januar 1866) in Quarantaine und die unglücklichen Auswanderer auf ein anderes zu ihrer Aufnahme eingerichtetes altes Schiff gebracht, da das frühere Lazareth aufgehoben worden war.

Aus dem Jahr 1866. (Schreibweise original)

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