Meldungen aus Ratzebuhr, Pommern

Die Frau des Landmanns Rehbein in Abbau Ratzebuhr hat ihren Mann, mit welchen sie bei der Kindtaufe in Streit gerieth, erschlagen. Dieselbe wurde verhaftet.
Vom 02.06.1881.

Es brannten alle Wirtschaftsgebäude des Besitzers Ziesmann auf Abbau Ratzebuhr ab. Man nimmt an, daß Obdachlose, die in der Scheune eine Schlafstelle suchten, dieselbe in Brand gesteckt haben.
Vom 01.11.1894.

Der dem Trunke ergebene Instmann Gläske auf Abbau Ratzebuhr lebte mit seiner Frau in Unfrieden und mißhandelte sie oft. Als er neulich Nachts wieder angetrunken nach Hause kam, schlug er in barbarischer Weise mit dem Stocke auf die schlafende Frau ein, bis sie todt war. Darauf schleifte der Unmensch die Leiche in einem Bettuch hinaus auf den Schnee. Die Tochter der Unglücklichen wäre vom gleichen Schicksal betroffen worden, wenn sie nicht durch die auf ihr Geschrei herbeieilenden Nachbarn gerettet worden wäre. Der Mörder ist in das Gerichtsgefängnis eingeliefert worden.
Vom 18.04.1895.

Zahlreiche Glückwünsche gingen den Eheleuten Lehrer a. D. Winkler und Frau anläßlich ihrer goldenen Hochzeit zu.
Vom 27.05.1901.

Der hiesige Kriegerverein feierte sein fünfundzwanzigjähriges Bestehen. Aus der Umgegend hatten sich 13 Kriegervereine, ferner aus unserer Stadt sämmtliche Vereine zu dieser Feier eingefunden.
Vom 10.09.1903.

Schändlich zugerichtet wurde der Schneidermeister Ziemer aus Königsdorf. Nach der Kriegervereinssitzung kam es zwischen den Kameraden zu heftigen Auseinandersetzungen, so daß der Wirth einigen Mitgliedern das Lokal verwies. Draußen erhielt nun Ziemer mehrere Messerstiche. Ziemer, der das Blut nicht stillen konnte, begab sich mühsam zu einem Besitzer, den er um Fuhrwerk zum Arzt bat. Aber auch hier schlug man mit Stöcken und einer Wagenzunge derart auf ihn ein, daß ihm der rechte Fuß vollständig zerschmettert wurde. Der Unglückliche liegt jetzt schwerkrank darnieder.
Vom 23.04.1904.

Die Besitzer Gustav Lenzschen Eheleute in Ratzebuhr Abbau, Kreis Neustettin, haben ihre 230 Morgen große Wirtschaft für 77,000 Mark an den Rentner Paul Konschak aus Posen verkauft.
Vom 09.10.1913.

(Schreibweise original).

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