Der schnöde Mammon & Tödliche Nachlässigkeit

Die Mühlenbesitzer Kintzel´ischen Eheleute in Meseritz, welche sich von ihrem bedeutendem Baarvermögen nicht trennen mochten, benutzten ein in ihrer Wohnstube befindliches altes Kamin zur Aufbewahrung ihres Mammons. Kürzlich entstand in einem Schornstein, der mit diesem Kamin in Verbindung steht, ein Rußbrand; einige Funken fielen auf die aufbewahrten Geldpapiere und diese gingen in Flammen auf. Gesammtsumme des vernichteten Geldes soll sich auf nahe 50.000 belaufen. (Schreibweise original). Vom 14. August 1879.

In der Nähe von Meseritz stieß kürzlich bei Bowelwitz (korrekt: Bobelwitz) ein Zug, der von Birnbaum kam, mit einem Wagen des Kaufmanns Streiter zusammen. Der Wagen wurde zertrümmert. Der Kutscher des Gefährts erlitt tödliche Verletzungen. Das Unglück ist darauf zurückzuführen, daß der Vertreter des beurlaubten Bahnwärters, der 23jährige Hugo Reschke, es unterlassen hatte, die Schranken zu schließen. Als Reschke sah, was er angerichtet hatte, ließ er sich von dem aus Bentschen kommenden Eisenbahnzug überfahren. (Schreibweise original). Vom 20. November 1914.

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