Rettung aus dem Eis und Angriffe auf Obstbäume

(Schreibweise original)

Rettung aus dem Eis. Am 18. Dezember d. J. (1868) brach der Knabe Otto Wiesner zu Birnbaum, während er über die dünne Eisdecke des Küchensees nach der Schule ging, in den See ein und wäre ertrunken, wenn nicht der Färber Adolph Kadoch, der Bäckermeister Ernst Fleischer und der Schiffer Carl Kude, sämmtlich aus Birnbaum, auf den Hülferuf herzugekommen wären und mit vieler Mühe und Gefahr den Knaben gerettet hätten. Wir bringen diese rühmliche That hiermit belobigend zur öffentlichen Kenntniß.

Obstbäume I. Anfangs Januar (1869) sind auf der Kosten-Grätzer Provinzial-Chaussee 57 Stück gesunde kräftige Obstbäume in der Nähe des Dorfes Sepienko umgebrochen worden, ohne daß es gelungen ist den Thäter zu ermitteln.

Wir setzen eine Prämie von 15 Thaler Demjenigen aus, welcher den Baumfrevler dergestalt zur Anzeige bringt, daß derselbe zur Untersuchung und Bestrafung gezogen werden kann. Die Anzeigen werden bei sämmtlichen Polizeibehörden und dem Kgl. Kreisbaumeister Rhese in Kosten entgegengenommen.

Ergänzung. Der Täter wurde bald ermittelt und zu einer zweijährigen Zuchthausstrafe verurteilt.

Obstbäume II. In der Nacht vom 26. zum 27. März d. J. (1869) sind auf der Grätzer Landstraße, im Gebiete der Stadt Wielichowo, 80 junge Obstbäume frevelhaft beschädigt worden. Der Thäter ist entdeckt und mit 4 Monaten Gefängniß bestraft worden. Der Entdecker hat die zugesicherte Prämie erhalten. Dies wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht.

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