Zwei Söhne für den Krieg

Das Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 93 meldet: Gotthold Nischalke, Grenadier in der 5. Kompanie ist im Juli 1915 in einem Alter von 30 Jahren gefallen.

Das Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 1 meldet: Reinhold Nischalke, Gefreiter in der 11. Kompanie ist im Juli 1916 bei den Kämpfen am Serwetsch in einem Alter von 35 Jahren gefallen.

Welch schreckliche Nachrichten für die Hinterbliebenen. Erfahren zu müssen, daß zwei der eigenen Kinder in so kurzer Zeit für eine sinnlose und zutiefst absurde wie groteske Posse einer stets kriegsgeilen Spezies ihr Leben geben mußten. Es gilt wie immerdar für alle Kriege – für nichts. Sie gaben ihr kostbares Leben für nichts. Welch ein Schmerz! Wie viele Familien mußten derlei erfahren…

Gotthold war fünf Jahre verheiratet, Reinhold 11 Jahre. Die Familie stammt ursprünglich aus Rothenburg an der Obra in der Provinz Posen und zog zwischen 1880 und 1885 nach Ketzin in das Havelland in Brandenburg. Die Urgroßmutter der beiden Kriegsteilnehmer war die ältere Schwester meiner 4x Urgroßmutter. Der Name Nischalke ist eigentlich inkorrekt, in anderen Zeiten wurde er Nizalke geschrieben. Ein Trauerspiel par excellence. Und was haben wir primitiven Menschen aus solchen Beispielen bis heute gelernt? Richtig – nichts! Menschen ändern sich nicht.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: